Folge 11: Klapphandyhülle: Lass uns über Generationen sprechen!

Shownotes

Boomer, Generation X, Millennials oder Generation Z – jeder Generation werden bestimmte Eigenschaften, Werte und Verhaltensweisen zugeschrieben. Doch wie viel Wahrheit steckt eigentlich hinter diesen Zuschreibungen?

Gemeinsam mit Bernd Feyka werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Generationen und darauf, wie sie sich auf dem Arbeitsmarkt begegnen. Was motiviert sie? Welche Erwartungen haben sie an Arbeit und Arbeitgeber? Wo entstehen Missverständnisse und welche Vorurteile halten sich besonders hartnäckig?

Dabei geht es nicht nur um ernste Unterschiede und gesellschaftliche Entwicklungen. Wir schauen auch mit einem Augenzwinkern auf typische Generationenmerkmale und gehen der wohl wichtigsten Frage dieser Folge auf den Grund: Was hat es eigentlich mit der Klapphandyhülle auf sich?

IMPRESSUM

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, dann herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Casual und zum Wirtschaftspodcast aus dem Breisgau-Markrefflerland.

00:00:13: Und mir gegenüber sitzt der Bernd!

00:00:16: Hallo schön dass du wieder da bist!

00:00:19: Hallo lieber Marc!

00:00:20: Ja weil wir hatten schon mal einen Podcast miteinander und haben gedacht das ist eine gute Idee wenn man das mal fortführen allerdings zu einem anderen Thema als vielleicht das klassische Wirtschaftsthema.

00:00:32: Wir reden heute über über Menschen, die ja groß geworden sind im schwarz-weiß Fernsehen und solche, die das gar nicht mehr kennen.

00:00:41: Das heißt wir sprechen heute mal über die Generationen der vergangenen Jahrzehnte.

00:00:48: aber ganz wichtig!

00:00:48: Wir werden natürlich kein Generationenbashing betreiben denn wir beide sind aus der gleichen Generation und haben auch überlegt ob wir noch weitere Gäste vielleicht dazu holen um die Generation etwas mehr zu repräsentieren.

00:01:02: Wir werden aber heute ganz gezielt über die Vorzüge sprechen, über lustige Geschichten natürlich auch über Klischees.

00:01:10: Und am Ende geht es aber vor allem darum wie diese Menschen innerhalb der Unternehmen miteinander arbeiten und was wir daraus vielleicht lernen können.

00:01:19: Lieber Bernd schön dass du da bist!

00:01:21: Ja schön das ich da sein darf und ich hoffe nicht wie die einzigen beiden sind sich auf dem Podcast freuen wie Du gerade gesagt hast.

00:01:29: insofern schön dass ich da.

00:01:31: Ja, dann lass uns doch mal direkt beginnen mit einer schönen Metapher die wir gerade gesehen haben als wir beide... Du bist hier zu Tür reingekommen und wir haben beide unsere Handys auf den Tisch gelegt.

00:01:43: Ich kann stolz berichten ich bin mittlerweile nicht mehr in habe eine Klapphülle.

00:01:51: Du auch schon länger nicht mehr?

00:01:52: Ich wusste allerdings nicht was das für Konsequenzen hat und in welche Schublade man mit einer Klaphülle Einsortiert wird und in welche Generation man einsortiert?

00:02:03: Jetzt fühle ich mich ein bisschen diskriminiert, weil tatsächlich habe ich noch nie eine Club-Handyhülle besessen.

00:02:10: Ich hab offen gesagt auch nicht wahrgenommen das du beim letzten Mal einer hattest.

00:02:13: Ich habe da nicht drauf geachtet.

00:02:15: aber frei nach Til Reynars Du weißt ja dass die Club Handyhülla ist ja das Butterfly Messer der Oberstudienräte.

00:02:21: Insofern Gut, dass du sie los geworden bist.

00:02:24: und du hast mir ja gerade gesagt aufgrund deiner Tochter richtig?

00:02:27: Ja das stimmt.

00:02:27: Die war letzte Woche zu Besuch und sagt so... Oh Vater!

00:02:31: Hast Du noch eine

00:02:32: Klapphülle?!

00:02:34: Das ist die Hülle der Boomer

00:02:36: Und du bist kein Boomer?

00:02:37: Nein ich bin überhaupt keine Boomer Eben.

00:02:39: und damit sind wir schon mitten im Thema.

00:02:40: Wir zwei würden uns bezeichnen als eine Mischung aus Generation X, Millenials.

00:02:49: Also auf dem Papier sind wir glaube ich Generation X oder auch Generation Golf, da gab es mal ein tolles Buch.

00:02:55: Was das herleitet?

00:02:57: Die Generation X wird auch als Generation Golf... ...als die goldenen Zeiten des VW-Golves waren sozusagen.

00:03:06: und jetzt ist es so dass ich persönlich bin letztens über eine kleine Mikrogeneration gestolpert.

00:03:16: Xenials werden sie genannt nämlich an der Schwelle zwischen x und millenials.

00:03:22: Wir sind beide eher Ende-X, also wir sind die jüngere Xer sozusagen.

00:03:26: Wenn wir noch ein bisschen gewartet hätten, hätten wir Millennial sein können.

00:03:31: aber tatsächlich sind wir so zu sagen die Brückengenerationen.

00:03:34: Warum Brücken Generation?

00:03:35: Weil wir anders als große sonstige Teile der Xer schon mit Computern irgendwie groß geworden sind.

00:03:42: Ich erinnere mich daran meine Freunde hatten tatsächlich relativ früh Commodore-Firmware, Commodore Amiga für die... die teilweise zuhören oder das noch kennen, manche kennen es wahrscheinlich nicht mehr.

00:03:54: Und insofern waren wir wahrscheinlich die erste Generationen, die mit der Digitalisierung so ein bisschen in Berührung kam?

00:03:59: Ja und auch eine der ersten Generationen die das ... ... fifty-six kam wo dem noch kennengelernt haben.

00:04:04: Richtig!

00:04:05: Wo der erste Internetzugang, der mit optischen Tönen auch sehr lautstark durch die Wohnung gehalten ist... ...und dann eine sehr langsame Internetverbindung aufgebaut hat.

00:04:14: Sag mal wie alt ist deine

00:04:15: Tochter?!

00:04:16: Ja wird jetzt vierundzwanzig.

00:04:18: Ist die Generation, es ist Z noch?

00:04:21: Jetzt muss ich rechnen.

00:04:22: Ja doch klar!

00:04:23: Du bist ein bisschen jünger

00:04:26: als du... Als unsere Aufnahmeleitung, das kann man an der Stelle auch mal sagen und uns mit Sicherheit an einer oder anderen Stelle einen Lächeln schenken wird Und hoffentlich nur im positiven Sinne und nicht nach dem Motto, was erzählen die?

00:04:39: Sie hat den ganzen Laden schon gerettet hier gerade.

00:04:41: Ja

00:04:41: das hat sie!

00:04:42: Sie hat uns technisch wirklich heute alles hervorragend vorbereitet um zum Laufen gebracht.

00:04:48: Wo habe ich ihn auswollte?

00:04:49: Deswegen fragt sich gerade nach dem Alter deiner Tochter... Die hat es ja so flappsig gesagt mit den Boomern und da sind wir eigentlich auch schon bei einem schönen Thema nämlich ein bisschen diesem Generation Blaming, was mich offen gesagt wenn ich das mal so reinwerfen darf, offen gesagt ein bisschen stört.

00:05:05: Dieser Begriff Dubuma oder Okaybuma, der ist ja tatsächlich in den letzten Jahren muss man sagen verwendet worden um eben Leute die jetzt... noch in Rente gehen, mein Vater zum Beispiel ist auch Boomer Generationen.

00:05:19: Baby Boomer so heißen sie ja aber die dann tatsächlich ein Stück weit zu diskreditieren was ich offen gesagt gar nicht so in Ordnung finde weil man denen immer das Gefühl gibt dass sie irgendwas falsch machen.

00:05:28: und bei deiner Klapphände müssen wir drüber sprechen?

00:05:30: Das war definitiv nicht korrekt von dir.

00:05:33: Wobei ich muss fairerweise sagen eigentlich auch nur weil ich drauf hingewiesen wurde ansonsten wäre mir das gar nicht aufgefallen.

00:05:40: Lass uns bei den Baby-Boomern mal bleiben.

00:05:43: Ich möchte dir da absolut recht geben, aber vielleicht noch einmal kurz zum Einordnen – das sind die Jahrgänge ca.

00:05:49: fünfziger Jahre bis Ende sechziger Jahren so ganz grob einzuordnen.

00:05:54: und was macht diese Generation aus?

00:05:57: Für sie hat bedeutet Arbeit ist Pflicht, Loyalität wurde riesengroß geschrieben, Karriere durch Einsatz eine Präsenzkultur.

00:06:08: Also man war gerne untereinander, miteinander und es ging um den wirtschaftlichen Aufschwung.

00:06:13: also wissen die bei der Nachkriegsjahr ein Wirtschaftswunder voll Beschäftigung?

00:06:17: Die haben echt erlebt das harte Einsatz auch direkt mit Sicherheit und Wohlstand belohnt wurde und das über eine relativ lange Zeit und so das Motto könnte da lauten erst die Arbeit dann das verknügen.

00:06:33: ja ich glaube dass das ist natürlich ne Generation die wurde ... von den Eltern so geprägt, weil alle Eltern hatten den Krieg mitbekommen.

00:06:43: Es ging um... dass es dieser Generation mal besser geht, es ging um Aufstiegsversprechen, Wiederaufbauversprechen

00:06:49: etc.,

00:06:49: das waren ja die Jahre wo das Wirtschaftswunderbadon einsetzte und ich glaube, das hat diese Generation extrem geprägen.

00:06:58: Das würde ich übrigens für alle Generationen sagen.

00:07:01: meine Vermutung oder Mein Take ist tatsächlich, dass man wird ja geprägt von der erziehenden Generation die einen großgezogen hat.

00:07:09: Und die Erfahrung dieser Generation also der jeweiligen Elterngeneration das glaube ich elementar wichtig für den Output der dann kommenden Generationen.

00:07:17: wie verhalten sie sich denn da draußen?

00:07:18: Weil es wird ja auch viele mal kulportiert, dass die ein oder die anderen das nicht richtig machen etc.

00:07:22: Oder jenes besser können.

00:07:25: und insofern sind die Boomer um auf die zurückzukommen sind die tatsächlich geprächt worden glaube ich von den Nachkriegsjahren?

00:07:30: Ja, absolut.

00:07:31: Die hatten im Grunde auch.

00:07:32: jedes Jahr war ein Stückchen besser wie das Jahr davor?

00:07:34: Ja natürlich

00:07:36: und das hat die auch geprägt.

00:07:37: also wenn du dir heute mal die Stärken anguckst was haben diese Menschen?

00:07:40: Erfahrung Verlässlichkeit Riesen Netzwerke aufgrund der großen Erfahrungen über die Jahre Auch eine Krisenfestigkeit.

00:07:49: Die haben damals gelernt Probleme pragmatisch zu lösen anstatt lange drüber nachzudenken.

00:07:55: Und

00:07:56: da sind ja schon Themen die sind manifestiert in dieser Generation.

00:08:01: Wir haben natürlich auch ein sehr hierarchisches Weltbild kennengelernt oder auch hierarchische Gesellschaften kennengelernet, ich habe letztlich gelesen wenn man dann ein bisschen vorspult und die nächste Generation sind ja dann wir wenn man so will danach dass wir aber stärker noch mit Krisen wieder in Kontakt kam und wir eigentlich die erste Generation sind, wo auch Themen fundamental ins Wanken geraten sind.

00:08:29: Also zum Beispiel die Familie.

00:08:32: In unserer Generation war es tatsächlich so das Familienverbände auseinandergebrochen sind weil Tatsächlich kann man es glaube ich formulieren, weil Frauen mehr Möglichkeiten hatten sich zu trennen.

00:08:45: Das war ja in den Generationen davor waren die Beharrungskräfte sehr stark plus Ciano Bill zum Beispiel.

00:08:51: Ja genau das war der große Impact wahrscheinlich auch an deiner Kindheit bei mir.

00:08:54: Wie

00:08:54: hast du das damals wahrgenommen?

00:08:56: Ich so richtig hundertprozentig daran erinnern kann ich mich nicht mehr... Ich habe das so abgespeichert.

00:09:02: wir durften eine Zeit lang nicht draußen spielen.

00:09:03: Es war schon ein großer Impact irgendwie.

00:09:05: dann gab's ja auch nachher dieses Buch Die Welle glaub ich.

00:09:09: Ne, das war Spiel später.

00:09:12: Jedenfalls ist es schon so, dass die erste Erinnerung war in meiner Kindheit, dass Dinge einfach fundamental aufpassen muss und ich glaube diese Erfahrung hatte die Nachkriegsgenerationen in der Form nicht gemacht weil der Krieg war vorbei und dann ging's erst mal einfach nur bergauf natürlich was Hunger und alle wollten wirtschaftlich wachsen etc.

00:09:31: aber ich glaube so diese Impacts die wir hatten ohne uns da jetzt irgendwie.

00:09:35: Also ich will uns da jetzt gar nicht irgendwie überheben, über die anderen.

00:09:39: Aber tatsächlich dass das unsere Generation stärker geprägt hat?

00:09:44: Ja sicherlich und jetzt nochmal also eins wird unserem Podcast heute ja auch so ein Stück weit verfolgen.

00:09:49: es geht um die Unterscheidungen der jährlichen Generationen.

00:09:53: aber sind wirklich die Unterschiede des Problems oder ist es heute vielleicht auch einfach die Tatsache in den Unternehmen, dass wir das erste Mal vier Generationen gleichzeitigen Unternehmen haben?

00:10:04: Also von den Babyboomen bis zur Generation Z ist ja alles vorhanden mit sehr starken Unterschieden.

00:10:10: Das gab es im Grunde so auch in dieser Digitalisierungszeit wo sehr viel passiert ist, so in der Form vorher noch nie.

00:10:18: und von solchen Klischees wie die Jungen wollen nicht arbeiten oder die Alten sind nicht digital davon nehmen wir sowieso ganz bewusst Abstand denn das hat auch in der Unternehmenskultur noch nie mehr Wert gehabt.

00:10:32: also Heute geht es ja wirklich darum, Fleisch da auch ein bisschen humorvoll.

00:10:36: Da kommen wir sowieso noch rein aber die Generationen auch ein Stück weit im Unternehmen zu beurteilen.

00:10:40: was sind Stärken?

00:10:41: Was kann man voneinander lernen?

00:10:44: Ja ich würde vielleicht ergänzend noch hinzufügen wollen dass wahrscheinlich nicht nur die Situation das man vier aktive Generation in den Unternehmen hat.

00:10:53: parallel dazu ist glaube ich auch noch die zunehmende Geschwindigkeit die zunimmende Transformationsgeschwindigkeit Informationsgeschwindigkeit die dann wiederum dafür sorgt, dass auch du immer mehr miteinander leisten musst.

00:11:07: Denk mal an transformative Prozesse bei euch in der Bank

00:11:10: etc.,

00:11:11: denk mal an Kommunikationskanäle.

00:11:13: Vielleicht ist es auch so, dass man mit zunehmendem Alter unabhängig von den einzelnen Generationen, aber das man unabhängig davon, aber mit zunimmendem alter einfach ein bisschen weniger offen für solche Themen isst – ich versuch's jetzt bewusst wertfrei zu formulieren und das dann natürlich da nochmal neues Konfliktpotenzial herrscht.

00:11:35: Das hat aber vielleicht gar nicht so viel mit den Generationen an sich zu tun, ne?

00:11:39: Ja ich glaube dass es auch teilweise wirklich eine Einstellungszeit ist.

00:11:42: Ich hatte die Situation mal vor ein paar Jahren schon eine lange Zeit her.

00:11:47: Da ging es darum, dass die Kasse in einer Filiale im Grunde abgeschafft wurde also nicht die Geldautomaten sondern die Kassel wo der Kassierer noch ganz klassisch da war.

00:11:59: Und es kam dann damals ein Sohn mit seiner Mutter, die lebt im Pflegeheim.

00:12:04: Er war aber noch mobil also das war Pflegeheim im Sinne von so betreutes Wohnen und hatte dann erklärt, dass er das im Grunde auch ein Unding findet.

00:12:11: Dass man hier jetzt die besetzte Kasse nicht mehr hat nur noch mit Automaten arbeitet und seine Mutter wohnt ja jetzt hier, er wohnt nicht vor Ort und hat sich im Grund darüber beschwert wie es denn sein kann, dass man hier auf eine Technik verweist wo ja viele Menschen nicht mit umgehen können.

00:12:28: Das war der letzte Satz.

00:12:29: In dem Moment legt seine Mutter die Hand auf seine Schulter ... mein Junge, wenn du nicht weißt wie das geht.

00:12:36: Ich kann dir das mit dem Automaten mal

00:12:37: zeigen.".

00:12:38: Und das ist manchmal dann die Sicht auf die Dinge.

00:12:41: also es... ... eine Einstellungssache, wie man damit umgeht unabhängig von Generationen?

00:12:46: Ja und da sind wir vielleicht an einem interessanten Punkt weil die Frage ist ja tatsächlich wann wird so ne Kasse abgeschafft?

00:12:55: Wartet man dann bis hundert Prozent der Generation durchsind oder...?

00:13:00: Ich glaube, wir können als Gesellschaft wahrscheinlich nicht anders in den sauren Apfel beißen und sagen okay es gibt jetzt nur noch ein paar Restprozentdärer die wirklich nicht an den Automaten gehen können.

00:13:08: aber wir müssen diese Kassen trotzdem abschaffen.

00:13:12: Genauso wie man dann eben Respekt haben sollte auch in Teilen der jüngeren Generation vor den älteren Generationen die einen wahnsinnigen Erfahrungsschutz haben Also einfach tatsächlich ein bisschen respektvoll miteinander umzugehen.

00:13:26: Und Respekt bedeutet dann aber auch, dass zum Beispiel die Generation der du jetzt die Barkasse wegnimmst ab irgendeinem Punkt das sagt okay es ist schon ok ich transformiere mich in die andere Zeit hinein

00:13:37: und da sind immer zwei Dinge wichtig.

00:13:38: das Thema Respekt muss man noch auszuweiten bedeutet ja auch an der Hand nehmen miteinander gut umgehen und nach zeigen das ist dann der zweite Punkt dass es Alternativen gibt wie sie funktionieren

00:13:50: dafür notwendig ist im Gespräch bleiben, sodass man einfach da wirklich gut im Gesprächen bleibt miteinander und nicht dann... Da kommen wir eigentlich her mit der Club Handy-Hülle.

00:13:59: Die ist ja so ein Sinnbild jetzt nicht bei dir persönlich sondern die ist ja tatsächlich auch gesellschaftlich

00:14:03: in diesem Bild schon verstanden.

00:14:05: Ja

00:14:05: es ist auch ganz gut dass du das endlich verstanden hast.

00:14:08: aber tatsächlich ist sie immer diese Sinnbild und wird dann immer genommen nach dem Motto Wenn jemand so eine Klapphände die Höhle hat, dann kann da ja schon gar nichts rauskommen.

00:14:18: Egal auf welcher Ebene und das ist vielleicht genau der falsche Grundhaltung dahinter?

00:14:24: Und das siehst du auch in vielen Unternehmen dass Sie dann aufgrund solcher Beobachtungen in eine Generation Schublade stecken und dann auch gegeneinander stellen.

00:14:33: aber es braucht im Unternehmen ja auch beides.

00:14:35: Es braucht einerseits Erfahrung Der Baby Boomer bleiben wir kurz dabei Aber auch die Innovationskraft der jüngeren.

00:14:42: Und dann brauchst du auch das Verständnis für einander und das offene Wort, dass auch mal eine Tochter ihrem Vater sagt was haste denn da für ne Hülle?

00:14:50: Also auch das.

00:14:50: Und dann wiederum die Bereitschaft das anzunehmen.

00:14:53: Ja.

00:14:53: Und da bist du im Mikrokosmosfamilie.

00:14:55: ja genau so.

00:14:55: guck mal ihr habt über euch in der Familie eine gewisse Kultur des Umgangs miteinander... ...und im Endeffekt unterscheidet sich ein Mikro-Kosmos-Familien nicht von einem Mikrocosmosunternehmen.

00:15:04: also es ist aus meiner Sicht eine Führungsthematik, dass du eine Kultur etablierst dass man respektvoll, aber trotzdem schonungslos vielleicht auch.

00:15:14: Das hat sie ja mit dir gemacht.

00:15:16: Ich weiß nicht, ob es noch so respektvol war, das musst du unterscheiden.

00:15:20: Aber dass man da eben einen Umgang miteinander pflegt, der das einfach respektiert, in die Erfahrung des Alters respektriert, aber genauso auch vielleicht die Hinterfragungsmacht der Jüngeren sozusagen.

00:15:31: Ja und damit kommen wir eigentlich mal zu unserer Generation.

00:15:35: Der Generation X Zumindest soweit wir uns noch dazu zählen.

00:15:39: Wir sind ja diese Zwischengeneration, denn was macht die Generation X eigentlich aus?

00:15:44: Das waren so die Jahrgänge zwischen fünfensechzig und siebzig und dann bis bis achtzig etwa um den Zeitraum plus dann diese Zwischengeneration.

00:15:54: Was macht dich denn aus?

00:15:55: ich frage dich mal so rein weil du bist ja genau in dieser zeit geboren.

00:16:01: Ja, ich glaube tatsächlich dass ich so ein typischer Vertreter bin.

00:16:06: Zumindest wenn man das, wenn mal bisschen recherchiert und man liest dann landläufig was diese Generationen auszeichnet.

00:16:12: also auf der einen Seite ein gewisser Pragmatismus Dann eine relativ hohe Residenzfähigkeit gegenüber Krisen.

00:16:21: Ich habe tatsächlich als ich das gelesen hatte damals mit den Familienverbänden die in denen Ende der Siebziger Anfang, der Achtziger eigentlich in den Achtzigern begannen auseinanderzubrechen.

00:16:33: Da habe ich tatsächlich ... weil ich das bewusst nicht so richtig mitgeschnitten hatte.

00:16:37: aber ich dachte es stimmt eigentlich dass man damals schon auch in eine Welt reingewachsen ist wo dieses prototypische Mama-Papa heile Familie teilweise bei meinen Freunden dann auseinander brach.

00:16:50: Bei meinen Eltern offen gesagt später erst Vielleicht hätte es auch früher passieren können, also vielfach dass diese Dinge in Bewegung geraten sind.

00:17:00: Vielleicht um's mal so zu formulieren ganz wertfrei auch und insofern glaube ich bin ich tatsächlich da total typischer Vertreter, bin ja erzogen worden von... quasi Baby-Boomern, die dann auch dieses Wirtschaftswachstum voll mitgenommen haben sozusagen.

00:17:17: Also klassische Laufbahn meines Vaters und meine Mutter hat auch in den Achtzigern diese klassische Erziehungsarbeit zu Hause gemacht

00:17:26: etc.,

00:17:28: hat dann später angefangen zu arbeiten als ich ungefähr zwölf war... Sorry!

00:17:33: Ich leite das nur her um um zu erklären, wieso ich darauf gucke, dass ich wahrscheinlich ein typischer Vertreter bin.

00:17:40: Weil ich eben in der kleinen... In der jungen Kindheit ganz klassische Kindheitserfahrung gemacht habe und dann später ging es in diese Transformationszeit rein Und ich würde auch schon formulieren das Chernobyl zum Beispiel.

00:17:49: Das ist bei mir Ich kann mich zwar nur vage daran erinnern aber eben tatsächlich ein Punkt, wo auf einmal was ins Wanken ran ist.

00:17:57: Irgendwie auch bei meinen Eltern.

00:17:58: ein zweiter Punkt der mir jetzt gerade einfällt ist übrigens AIDS.

00:18:00: Dass er auch Anfang der Anfang der Achtziger massiv aufkam und ich dann ... Ich weiß noch, ich war noch Kind würde ich schätzen.

00:18:08: Muss

00:18:09: so für maßig, sechsen, achtzig, sieben, achtzig gewesen sein, so zehn, elf Jahre vielleicht?

00:18:12: Und mein Vater musste mir dann erklären, was das alles ist, was sicherlich wahrscheinlich auch nicht einfach war.

00:18:19: So lange Rede kurzer sind!

00:18:20: Ich glaube, ich bin so'n klassischer Generation Xer Ende Generation XR was man so als pragmatisch, ja.

00:18:28: Ja, pragmatig!

00:18:29: Wir hatten Eigenverantwortung relativ viel also damals.

00:18:32: wir waren in den Wäldern unterwegs als Kinder da gab es keine Handys?

00:18:35: Das war so.

00:18:36: das heißt siehst du es halt zum Abendessen wieder da und dann kamen zum Abend Essen.

00:18:41: Und eine Facette die mir vor ein paar Wochen aufgefallen ist.

00:18:46: ich hatte das Glück ich war vor... das war im Winter von einem halben Jahr war ich auf dem Firmenjubiläum von der Firma die vor dreißig Jahren gegründet wurde Also in den neunziger Jahren tatsächlich, ich glaube sogar in meinem Abiturjahrgang, sie ist gegründet.

00:19:01: Ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob es jetzt noch Dezember oder schon Januar war und was ich da realisiert habe ist dass die Zeit dort im Mitte der Neunzige und da war ich ja dann jugendlich wenn man so will und das ist vielleicht deswegen interessant wenn wir gleich mal auf die Folgegeneration gucken was mit denen eigentlich passiert als Sie zwanzig waren.

00:19:21: Ich habe das dann an dem Abend auch noch mal mit anderen Gästen da besprochen.

00:19:25: Da hab ich gesagt, das war eine Stimmung des Alles ist möglich und wir sind alle im Aufgrund.

00:19:29: Genau!

00:19:30: Also es war... Es war alles da.

00:19:32: du konntest die Reise... Die Reisefreiheit begann in Europa.

00:19:36: Dann waren die ersten Schritte zur Erwährungsunion wurden gelegt etc.

00:19:40: Und es war so ne richtige Gründerzeitstimmung unter.

00:19:43: was mir nicht bewusst war.

00:19:44: War wahrscheinlich dass es wirklich fast ne goldene Zeit war Mitte der Neunzigen.

00:19:47: Ja und das weiß man heute auch zu schätzen wenn man das mal durch passieren lässt.

00:19:52: Also wir sind ja mit Kassetten

00:19:53: noch

00:19:53: großgekommen überlegst, diesen kleinen Finger und den Zeigefinger und die anderen nach innen.

00:20:00: Das ist ja nicht nur aus der Rockszene ein Zeichen sondern es bedeutet ich will jetzt was aufnehmen!

00:20:05: Und das war ein Themen... Wir kennen das noch?

00:20:09: In der nächsten Generation wird's schon wieder etwas anders und so hat auch jede Generation irres.

00:20:14: aber weißt du wo dann?

00:20:15: ich merke dass ich älter werde?

00:20:16: Es muss jetzt mal reinsteuern.

00:20:18: Nein,

00:20:20: an der Klapphülle.

00:20:22: Ah!

00:20:22: Nein ich glaube das beschäftigt uns eigentlich.

00:20:24: nie gedacht vor ein paar Tagen dass Klaphülle mal so zum Thema wird.

00:20:27: bei mir siehst du mal was das unerbewusst mit dir macht.

00:20:30: nein wenn du am PC sitzt und machst eine Bestellung Und dann gibst Du deinen Namen ein?

00:20:34: Dann deine Adresse

00:20:35: Wie lange du scrollen musst

00:20:36: Ja

00:20:37: Unverschämt.

00:20:38: Also ich finde mich da auch ein Stück weit abgewertet.

00:20:41: Wenn du mehr wie dreimal scrollen musst, bist du dann bei neunzehntneinundseinzig bist?

00:20:46: Das war doch erst gestern!

00:20:47: Ja ja

00:20:49: das stimmt.

00:20:50: Aber jetzt mal auf die Arbeitswelt projiziert.

00:20:53: Bernd was denkst Du denn was man als andere Generation von dir oder von unserer Generation lernen könnte an Attributen?

00:21:06: Damit würde ich mich offen gesagt schwer, weil wir ordnen uns selber ja und auch verschiedene andere Menschen in diese Generationen ein.

00:21:14: Aber das ist schon einen fließender Übergang.

00:21:18: Insofern würde ich es erst mal gar nicht pauschal beantworten wollen was man grundsätzlich lernen kann.

00:21:25: Ich glaube dass man hinschauen kann was hat Menschen?

00:21:31: Was hat Unternehmen in der Vergangenheit erfolgreich gemacht Und dann daraus vielleicht ableiten kann, was man übernehmen könnte.

00:21:40: Also um es jetzt mal ein bisschen vorsichtig zu formulieren.

00:21:44: Ich hatte heute Mittag ein interessantes Gespräch.

00:21:46: da ging's eben darum muss man jüngeren Menschen... Da gingen wirklich in dem Gespräch um jüngere Menschen die jetzt in die Ausbildung eintreten oder das Studienbeginn.

00:21:56: muss man bei denen noch um Verständnis werben dass ein Dienstleistungsunternehmen auch eine Dienstleistungshaltung haben sollte?

00:22:04: Was ja per se erstmal, also die Frage ist ja irgendwie überflüssig eigentlich wenn wir mit unserer Generation X-Brille drauf gucken.

00:22:12: Genau da ist sie

00:22:14: überflüßig.

00:22:14: und dann stellt man sich aber schon die Frage muss ist das noch erklärungsbedürftig?

00:22:20: Also müssen wir jüngeren Generationen erklären Was von welcher Branche zum Beispiel erwartet wird, dass man in der Gastro sich befürbt und sagt aber ich laufe nur zehntausend Schritte pro Tag.

00:22:31: Dann ist mein Budget, mein Kontingent aber voll.

00:22:33: Da kann der Unternehmer jetzt nicht so richtig viel mit anfangen.

00:22:35: Ich war spitzejetzt bewusst.

00:22:36: Aber müssen wir tatsächlich hinschauen und auch ein bisschen erklären was eigentlich der Sinn eines Unternehmens ist?

00:22:45: ... auch wenn du dich bewirbst.

00:22:47: Ich habe mal vielleicht noch eine kleine Anekdote, ich hab' mal mit jemandem gesprochen der im Hospitality-Bereich also Hotelbereich aktiv ist und er sagt die haben ein wahnsinniges Problem weil sich Menschen bewerben... ...die den Hotel Counter nur von der anderen Seite kennen nämlich als Kunde.

00:23:01: Und die sind schier überrascht, weil wenn du mal hinter die Kulissen guckst in dem Hotel das muss knallhart geführt werden an gutes Hotel weil das sonst nicht funktioniert.

00:23:10: Und diese Menschen sind dann häufig gerade wenn es junge Menschen sind Schier über rascht was auf der anderen Seite los ist an Struktur, an Hierarchie und an klaren Ansagen.

00:23:18: Man sagt damit kämpfen die Wahnsinn nicht weil sie den Hotelcounter nur von der einen Seite kennen.

00:23:22: immer schön einchecken und wunderbare Zeit auch ein bisschen überspitzt jetzt natürlich dargestellt.

00:23:27: aber so ein Unternehmen funktioniert nur wenn es vernünftig geführt wird und die Prozesse funktionieren.

00:23:32: Das stimmt, wobei ja manchmal dann natürlich der Tonfall die Musik macht.

00:23:36: Absolut klar und da habe ich auch Dinge erlebt jetzt gerade im Hotelbetrieb weil du das ansprichst Ich hab vor vielen Jahren mal in einem Hotel zu einem Anlass Musik gemacht mit einem guten Freund Und wir hatten an dem Tag beides erlebt nämlich einmal Stunden vorher werden dem Aufbau.

00:23:51: wie gehen die in der Küche miteinander um?

00:23:54: Das war erschreckend.

00:23:56: was dafür eine Auf der einen Seite Klarheit, Struktur und so weiter.

00:23:59: Nur dann funktioniert es aber wie rau.

00:24:02: dieser Ton war hinter den Türen Und sobald die durch die Drehtür raus sind und haben den Kunden serviert das war wie ein Kamellian.

00:24:11: Also freundlich Topton wirklich auf einem mega Niveau zurück in der Küche Die andere Seite wieder

00:24:19: aufs die Kette.

00:24:20: Genau Das sind schon Themen die da eine Rolle spielen.

00:24:26: Da wahrscheinlich tangieren wir zwei, das ist vielleicht ein interessanter Punkt.

00:24:31: Wir tangieren da eigentlich zwei Themen die hier sich miteinander verweben, verwoben sind, die aber eigentlich erstmal gar nichts miteinander zu tun haben nämlich dass eine ist ja... Vielleicht nehmen wir den unternehmerischen Aspekt mal zuerst.

00:24:46: Eine Küche wie ein Hotelbetrieb ist ein hochlogistisches Rettchenwerk, da muss alles ineinander greifen.

00:24:55: Also das muss funktionieren, da gibt es auch keine... Da kann's keine Diskussion oder keine Spielräume geben ja?

00:25:01: Weil wenn das Fleisch nicht auf den Punkt gegart ist oder das Tofu meinetwegen auch Oder wenn es kalt ist, wenns beim Kunden ankommt oder bei der Kundin.

00:25:09: Das ist Mist!

00:25:10: Das funktioniert nicht.

00:25:11: Das heißt erst mal hast du diese Notwendigkeit des Produktes, wenn du so willst oder der Dienstleistung.

00:25:17: Und dann ist die zweite Ebene und die werden häufig miteinander vermischt, aber die müssen wir auseinanderhalten.

00:25:22: Ist die Kultur des Umgangs miteinander?

00:25:25: Weil natürlich ist es so wie das vor dreißigvierzig Jahren war, ist es nicht gut.

00:25:31: also man kann ja sehr klar sehr Effizienz gesteuert und Kompromisslos miteinander kommunizieren, aber trotzdem respektvoll.

00:25:40: Das ist in den Küchen wahrscheinlich nicht passiert in den letzten fünfzig-sechzig Jahren.

00:25:44: Das hat aber keine Ausbringung und da habe ich manchmal den Eindruck, dass wir das miteinander zu stark vermischen oder dass auch manchmal jüngere Generationen darauf gucken und sagen ja es geht ja alles so nicht mehr.

00:25:52: Also wenn ich diesen wirklich rüden Ton wegnehme, Klammer auf der nicht gut war und der auch den niemand braucht heißt das aber nicht, dass sich die Effizienz, die legeologistische Abläufe, die Perfektion in der Zusammenarbeit usw.

00:26:08: also über Bord kippen kann.

00:26:11: Und dafür muss wahrscheinlich geworben werden auch im Unternehmen.

00:26:13: Da sind dann die alten Hasen, weil du auch Eingangsfrauch hast, was kann man lernen?

00:26:16: Da sind die alten hasen ja schon und wir sind ja auch schon alte Hasen.

00:26:20: Aber die haben einiges an Erfahrung gesammelt und sie können sagen wie das funktioniert gut oder nicht.

00:26:25: Ja aber

00:26:25: bis hin zu einer Vermittler-Tolde, die wir vielleicht auch einheben.

00:26:29: Wir jetzt beispielhaft für unsere Generation, weil wir sind die Baby Boomer aus der Erziehungszeit von uns kennen und wissen auch wie die Ticken, wissen aber auch was die Erwartungen von Millennials oder vielleicht dann durch eigene Kinder der Generation Z. Das heißt wir haben schon so einen Überblick über die verschiedenen Generationen haben sie erlebt und das kann sehr gut helfen in einem Unternehmen weil du dann eine Sichtweise hast auf die verschiedenen Themen die dann zu einer vermittelenden Tätigkeit

00:26:58: kommen können

00:26:59: Die alten Hasen die wir unbedingt brauchen mit der Erfahrung bis hin zu den Erwartung der jungen Menschen wo?

00:27:04: ja?

00:27:04: Also da kommen wir vielleicht, das schieben wir noch ein bisschen nach hinten.

00:27:07: Aber die Frage ist ja auch für uns zwar acht Stunden Tag oder neun Stunden Tag oder zehn je nachdem was du gemacht hast.

00:27:15: Du hast gewusst wenn du viel arbeitest kannst du Geld verdienen kann man es aus dir werden.

00:27:19: Jüngere Generationen sagen heute eher bin ich bereit Zeit gegen Geld zu tauschen.

00:27:26: Da gehen wir nachher mal drauf ein weil diese Frage sollte man mal tiefgründiger stellen wenn wir in der richtigen Generation sind.

00:27:33: Denn lass uns doch mal jetzt

00:27:37: die

00:27:37: Zwischengeneration betrachten.

00:27:40: Oder vielleicht zuallererst mal die Millennials oder Generation Y, ja?

00:27:46: Wie... Ja, woran erkennt man die wenn man den auf der Straße begegnet und sagt nicht an den grauen Haaren?

00:27:54: Naja zumindest haben sie keine Klapphändiölen das ist schon mal außer Frage.

00:27:59: So, jetzt guck mich mal was hier im Weh tut wenn man es will.

00:28:04: Naja ich glaube dass das die erste Generation ist, ich meine die heißt ja nicht umsonst Y weil sie mit der ganzen Digitalisierung groß geworden ist also der Generation YouTube.

00:28:13: Ich habe Eingangs der zwei tausend zehner Jahre ein Buch gelesen von einem Amerikaner Die vier Stunden Arbeitswoche von Timothy Ferris und da war ganz viel zum Thema Effizienzsteigerung digitales Arbeiten drin.

00:28:27: Und ich glaube, was diese Generation hat mich sehr beeindruckt.

00:28:31: Viel davon ist amerikanischer Quatsch!

00:28:33: So muss man es leider formulieren weil wenn du eine produktiv Unternehmen hast dann funktioniert das nicht mit den vier Stunden pro Woche.

00:28:39: aber das Ziel ist mal gut gesetzt gewesen von dem Kerl.

00:28:43: worauf ich hinaus wollte ist dass die Generation sich glaube ich das erste Mal dann mit dieser Effizienzsteigerung und auch der Liberalisierung der Arbeit beschäftigt hat.

00:28:51: also zum Beispiel Ich möchte vielleicht selber entscheiden

00:28:54: wo

00:28:54: ich arbeite Und so weiter und so weiter.

00:28:57: Du hast ja gerade Eingangs auch erzählt, dass du es ja auch übernommen.

00:28:59: was übrigens.

00:29:00: Du gehst zum Abendessen nach Hause und machst dann abends den Rechner wieder auf.

00:29:03: das ist ein Effekt glaube ich aus dieser Generation.

00:29:07: Ich weiß nicht ob die Generation Y dafür verantwortlich ist aber die die transformativen Prozesse haben uns dahin gebracht, dass das möglich ist.

00:29:14: Ja

00:29:14: sicherlich bis hin zu dem Thema.

00:29:16: auch Work-Life Balance ist zum ersten Mal durch die Generation y als Wort mal analysiert worden nach dem Motto Es gibt Neben der Arbeit, auch noch Themen die im Privatleben wichtig sind.

00:29:29: Wie kriegen wir das eigentlich in Einklang?

00:29:31: Ja oder Thema Sinnorientierung.

00:29:33: also während die Generation X ja eher gesagt hat kommen wir geben Gas dann stehen uns alle Türen offen.

00:29:39: geht es hier vielleicht einmal darum warum machen wir das so?

00:29:42: Also mal zu hinterfragen.

00:29:45: Meine Arbeit ergibt dir einen Sinn und wenn ja welchen?

00:29:49: ich will nochmal ein Feedback haben wie läuft das eigentlich?

00:29:51: und ich will eine gewisse Entwicklung hinlegen

00:29:54: Und insgesamt ein Prozess wirklich angeschoben, dass das was früher ja nur Arbeitsleben war wenn man so will.

00:30:03: Dass sich das aufteilte und in eine gute Balance kam.

00:30:07: Ich fand damals den Begriff der Work-Life Balance auch gut.

00:30:11: ich habe den Eindruck wir kommen gleich noch zu den Folgegenerationen, dass es manchmal auch ein bisschen zu stark oder zu hart ist meine persönliche Interpretation zu hart getrennt wurde, aber das ist die erste Generation, die ich damit mal beschäftigt hat.

00:30:24: Hey!

00:30:24: Ich will eigentlich nicht nur leben um zu arbeiten sondern es muss doch alles besser miteinander gehen und ich glaube wir haben dieser Zeit eine Menge zu verdanken nämlich dass wir uns also ich finde das bei uns in unserer Branche gerade wenn du Bildschirm-Arbeitsplätze hast, die vielfach mittlerweile mit Notebooks ausgestattet sind.

00:30:41: Du bist ja ganz frei in der Art wo du wann arbeitest?

00:30:44: Du hast noch einen vernünftigen Mobilfunkvertrag dazu und machst einen virtuellen Hintergrund in den Caller rein.

00:30:49: keiner weiß wo du bist quasi!

00:30:51: Und du kannst trotzdem produktiv sein musst nicht nach einer Präsenzzeit haben.

00:30:55: das war übrigens auch noch... Vielleicht interessant, als ich angefangen habe zu arbeiten Anfang der zweitausender war es tatsächlich wirklich so in den Unternehmen.

00:31:05: die Leute, die am längsten da waren wo abends noch Licht an waren das waren die fleißigsten Menschen.

00:31:09: Da hat keiner hingeguckt ob der Output dementsprechend war aber die waren Anwesen.

00:31:12: Die waren zumindest in ihrer Art da und das war noch so.

00:31:16: eine andere wie schauen wir aufs Arbeiten?

00:31:20: Genau wer lange und viel arbeitet der hat Anerkennung bekommen

00:31:25: Ja.

00:31:25: Und da hat sich die Welt auch verändert, weil es wie du sagst um den Output geht.

00:31:31: Das heißt welche Leistung bringt der eigentlich im Sinne von?

00:31:35: was kommt am Ende der Kette des ganzen Arbeitens auch dabei raus?

00:31:38: Was bringt Ihnen oder das Unternehmen dann einfach weiter?

00:31:41: Jetzt von meiner Seite spontan die Frage einfach mal in den Raum haben wir den OutPut in den letzten Jahren zu sehr aus dem Blick verloren?

00:31:48: Weil der war ja in dieser Generation war er ja noch Thema.

00:31:52: also wie verbinde ich Produktivität und Output mit einem sinn erfüllten Leben.

00:32:01: Die Frage ist viel zu komplex, als dass man sie mit zwei, drei Sätzen beantworten kann.

00:32:06: Weil auch das wieder eine Frage von Generationen- und gesellschaftlicher Entwicklung

00:32:11: ist.

00:32:13: Wenn du ... Lass uns vielleicht mal ein Beispiel nehmen die Millennials waren ja auch die ersten, also wir haben Modems und CDs in Krasetten noch gekannt.

00:32:23: Die sind jetzt aufgewachsen.

00:32:25: Facebook, Smartphones, sozialen Medien und damit ein Heer.

00:32:31: Ging auch eine andere Art des Zeitvertreibs bis hin zu heute in der Entwicklung wo du ja abends teilweise Stunden lang auf Instagram oder TikTok scrollst eigentlich ohne Produktivität um auch dann nicht mal das jetzt der Indofine frei und es gibt auch einen gewissen ... dem einen oder anderen gewissen Kick und es ständig dieses Neue, die Aufmerksamkeitsspanne geht zurück usw.

00:32:54: Wenn du das mal projizierst auf die gesellschaftliche Entwicklung... dann ist die Frage erstmal total berechtigt ob wir den Output nicht ein Stück weit verlernt haben vergessen haben.

00:33:11: Wie würdest Du denn Deinen Output abends beschreiben bevor Du ins Bett gehst?

00:33:18: Bevor

00:33:19: Du Dein...

00:33:22: Im Grunde

00:33:22: bevor Du dann mit Deiner Deine Klapphöhle, das Handy zuschlägst.

00:33:30: Das ist eine

00:33:31: spannende Frage.

00:33:31: Also gehst du abends nach Hause und sagst für dich was war heute mein Output?

00:33:36: Ja ja.

00:33:37: Beruflich und privat.

00:33:38: Ja,

00:33:39: ich habe...ja, dass tue ich tatsächlich.

00:33:42: Ich wisch mich gerade dabei.

00:33:43: Ich hab seit ein paar Monaten den schönen Begriff des Tagwerks wieder für mich entdeckt.

00:33:49: also habe ich meinen Tagwerk sozusagen erfüllt.

00:33:54: Das ist mein Tagwerk gewesen sozusagen.

00:33:57: Also ich gucke tatsächlich schon drauf, was für eine Produktivität hatte ich?

00:34:04: Jetzt liegt es aber auch ein bisschen daran, dass ich natürlich selbstständig bin glaube ich nochmal da gucken wir noch mal ein bisschen anders darauf.

00:34:09: Ich kann dabei auch aushalten, wenn das Tagwerk noch nicht verrichtet ist, dass sich dann abends weiter machen damit also dass ich es pausiere oder dass ich womöglich komplett scheitere.

00:34:21: Die Frage ist spannend.

00:34:25: Ich würde es für mich mal so beantworten, fällt mir jetzt gerade spontan ein.

00:34:30: Wenn du die Welt oder das um dich herum jeden Tag ein kleines Stückchen besser machst.

00:34:36: Das ist philosophisch.

00:34:37: Ja, total philosophisch natürlich!

00:34:39: Das können ja die Millennials und die Generation X besonders gut... Nein, das ist schon ein Thema über das ich mir abends Gedanken mache.

00:34:48: Ich bringe ein anderes Beispiel sehr privat aus meinem Leben aber mit meiner Frau jeden Abend, das machen wir jetzt Ja doch schon sehr, sehr lange.

00:34:57: Also Jahre gedacht!

00:34:59: Dass wir uns abends gegenseitig sagen welche drei Dinge an diesem Tag für uns besonders wertvoll waren oder gut war.

00:35:08: In eurer persönlichen subjektive Wahrnehmung für euch selber dann dem anderen stark?

00:35:12: Genau und das kann vom beruflichen in den privaten Kontext wo auch immer.

00:35:16: oder familiäre Themen natürlich aber dass wenn du das eine gewisse Zeit lang machst Das ist ein Thema, was den Tag unheimlich positiv abschließen lässt.

00:35:25: Und du aber auch schon bewusst übernachdenkst, den nächsten Tag wieder positiv zu gestalten und dann regnen wir wieder über einen Output.

00:35:33: Aber jetzt würde mich interessieren wenn ich fragen darf wie viel Prozent overall gesehen sind davon beruflich?

00:35:40: Und wie viele sind privat?

00:35:42: Du das ist ganz unterschiedlich.

00:35:44: Wochenends ist natürlich in der Regel gar nichts berufliche

00:35:46: klar.

00:35:47: Wenn du jetzt mal so über so'n Jahr betrachten würdest

00:35:49: Also ich würde schon sagen, dass das Private mehr wie fünfzig Prozent sind.

00:35:54: Aber in der Regel von diesen drei Themen ist immer eine Sache mindestens beruflich.

00:36:01: Aus der man dann selbst zufriedenheit schöpft?

00:36:03: Genau!

00:36:04: So ist es.

00:36:04: Wo wir da wirklich sagen, Herr Mensch, das war heute echt eine tolle Sache und Kritik üben wir sehr viel und manchmal vielleicht auch zu viele an manchen Dingen aber auch das Thema dann zufriedenzufrieden manchmal zu sein mit dem was man getan hat Aber auch dann wieder die Leistungsbereitschaft zu haben und motiviert zu sagen, so ich will aber auch was bewegen diesen Output bringen.

00:36:26: Das zusammen.

00:36:29: Vielleicht auch zusätzlich noch eine gewisse Art der Limitierung mit reinziehen?

00:36:34: Du hast ja gerade gesagt wir sind noch die Generationen in den Kassetten.

00:36:37: Ich habe jüngst habe ich ein Artikel gelesen das irgendwo... Ich weiß nicht mehr, wo genau aber die letzte Videothek zugemacht hat.

00:36:44: Du erinnerst dich wie das früher war und ich bin wirklich ein bisschen wehmütig geworden weil auch ich kenne mittlerweile die Abende, wo du vor Netflix und Prime Video sitzt und suchts hoffnungslos irgendein Film bis zwanzig Minuten am Rumskrollen.

00:36:58: am Ende ist der Abend vorbei und du hast eigentlich nichts groß geguckt, weil du dich entweder nicht einigen konntest und nix Gutes gefunden hast.

00:37:03: Wie wär das früher?

00:37:04: Du hast deinen Körper in Bewegung gesetzt, bist in eine Videotheke gefahren.

00:37:06: Es waren es waren wirklich Momente.

00:37:11: Du bist mit der Limitierung umgegangen.

00:37:15: Und wir haben, glaube ich als Gesellschaft uns schon auch darauf committed dass es wie so eine immer verfügbarkeit von allem haben was uns aber ehrlicherweise ja überfordert.

00:37:23: also wir sind jetzt ein bisschen weit weg vom Output Aber vielleicht hat das auch etwas mit Haltung dann zu tun am Ende Wie wir auf die gesellschaft gucken dass wir immer alles ... in Echtzeit haben müssen heutzutage.

00:37:34: Es wird ja immer schlimmer, hat man das Gefühl... ... und dass wir gar nicht mehr mit der Beschränkung an sich klarkommen.

00:37:42: Die wir noch kennen,... ... die aber schon die Generation nach uns diese Erfahrung gar nicht gemacht haben.

00:37:47: Weil es gab die VHS-Kassette nicht mehr.

00:37:49: Es gab die CD nicht mehr, es gab Kassette vielleicht noch.

00:37:53: Ja?

00:37:53: Mir geht gerade so eine Situation durch den Kopf weil ich geb dir da total leicht absolut also... Ich glaube schon für unsere Generation ist das eher so, wenn wir mit weniger zurechtkommen müssen.

00:38:05: Ist das okay?

00:38:07: Das funktioniert!

00:38:08: Aber diese ständige Verfügbarkeit von allen Themen... Wenn heute das Handy ausfällt bei mir dann leg ich es mal rüber und gucke dass es gemacht wird.

00:38:19: Das ist nicht selbstverständlich mehr bei allem weil bei vielen auch das Leben im Handy steckt.

00:38:25: Ja klar komplett.

00:38:28: Lass uns doch mal noch bevor wir zur nächsten Generation gehen.

00:38:30: Was sind denn jetzt die tatsächlichen Stärken der Millennials?

00:38:36: Gerade in der Arbeitswelt,

00:38:37: was... Wofür kann man die verdammt gut gebrauchen?

00:38:40: Ich glaube das da schon eine sehr hohe Transformationsbereitschaft ist also dass einfach die digitale Transformation, die ja in der Zeit der Millennils als die auch sozialisiert wurden stark vorangeschritten ist, dass diese auch geprägt hat und dadurch haben wir glaub ich Kolleginnen und Kollegen um uns herum Ja, wo man sich wirklich ins Fahrwasser hängen kann und sagen kann okay ihr habt Lust auf Veränderung.

00:39:04: Da nehmt uns mal mit und nehm vielleicht auch die mit, die dann noch ein bisschen älter sind und zeigt den nicht von oben herab und nach dem Motto du du Handyhülle sondern tatsächlich nimmt sie mit und versucht die ein bisschen zu inspirieren.

00:39:17: an der Stelle

00:39:18: also die Stärken gerade im Berufsleben Da geht es schon um auch Veränderungsbereitschaft des Thema.

00:39:23: Man sagt ja, die Dinge entwickeln sich weiter.

00:39:26: Es ist nichts Starer-Teamorientierung spielt eine Rolle.

00:39:30: Das sind ja auch Dinge, die uns so ein Stück weit ausmachen.

00:39:33: und dann sind wir diese Zwischengenerationen, die jetzt das von Generation X und Millennials ein Stückweit verbindet also die wie du's ja schon gesagt hast mit digitalen Themen aufgewachsen ist so langsam und das sind schon definitiv die Stärken.

00:39:49: Wo könnten denn Konflikte entstehen?

00:39:53: Naja, ich glaube was wir alle spüren ist ja in Unternehmen das Was ich gerade versucht habe vorsichtig anzudeuten dass man mit zunehmendem alter Ich will mich da gar nicht ausnehmen aber dass man im Alter weniger veränderungsbereit wird und Wir leben einfach einer zeit wo die Veränderungsgeschwindigkeit sehr hoch ist.

00:40:10: Da sind die konflikte eigentlich vorprogrammiert.

00:40:12: Dass Die veränderung der man sich immer hingeben muss Ja dass die Generation aufeinander treffen.

00:40:22: Das wird ja noch, wenn wir da gleich noch eine Generation weiter springen werden.

00:40:25: das ja noch dramatisch hätte ich fast gesagt.

00:40:28: aber dass man da einfach irgendwie wie ein Katalysatorbrauch im Unternehmen um diese Veränderungsprozesse vernünftig noch im Griff zu behalten nicht dass die einen vorwärts preschen und die anderen nicht mitkommen.

00:40:38: kleine Anekdote ich erinnere mich gerade daran es gibt hier in Freiburg ein mittelschnittches Unternehmen.

00:40:44: Die haben vor Jahren sind die Innen-Digitalisierungsprozesse eingetreten.

00:40:49: Das ist jetzt bestimmt schon zehn Jahre her, diese Geschichte und sie haben innerhalb des eigenen Hauses eine Unit gegründet nur für Digitalisierung Und die sind gnadenlos gescheitert Weil die hatten, die waren wie eine Staatsstelle organisiert.

00:41:04: Sie saßen auch nicht implementiert im Unternehmen sondern hatten so eigene coole Räume und die haben dann das versucht als Start-up Lab aufzuziehen.

00:41:14: Und die haben auch Sachen gemacht aber das hat nicht rein diffundiert in die sonstige Organisationen weil da dann einfach... Die wurden nicht mitgenommen.

00:41:22: also da hast du auch wieder das Thema Kommunikation, vielleicht auch Moderation ein Stück weit.

00:41:28: Das wertschätzende Miteinander entwickeln der Themen und das ist dort nicht passiert und dann wurde die Bude wieder.

00:41:35: wurde wieder dicht gemacht ein paar Jahre später.

00:41:37: Also wirklich die haben richtig, ich nenne den Namen jetzt bewusst nicht aber die haben auch Geld versenkt.

00:41:41: der wurden Leute eingestellt Die haben auch übrigens Parallelsysteme gehabt die haben im Unternehmen eigentlich mit Microsoft gearbeitet dann waren sie auf Google basiert und so.

00:41:49: also da wurde versucht eine Art kleine Silicon Valley im Unternehmen zu konstruieren.

00:41:54: das hat es hat nicht funktioniert hat nicht funktionieren.

00:41:57: ein paar jahre später haben wir das Projekt

00:42:02: abgestellt.

00:42:02: Vielleicht kriegt man dann den Übergang ganz gut hin, weil während früher Generationen gefragt haben was soll ich machen?

00:42:08: Sagen die neueren Generationen eher warum machen wir das?

00:42:14: Und da gucken wir doch mal in die nächste Generation.

00:42:17: Die Generation Z. Also hier sprechen wir jetzt von nineteenhundert ungefähr sechsundneunzig bis zweitausend zwölf.

00:42:24: der Blick geht wieder zur Aufnahmeleitung.

00:42:27: Geboren zwei tausend

00:42:31: eins genau.

00:42:32: Jetzt haben wir gespoilert.

00:42:35: Ja und dann spüren wir, der schon.

00:42:38: Digitalisierung ist mittlerweile selbstverständlich.

00:42:41: Geht nichts mehr ohne es gehört einfach dazu.

00:42:45: man sucht vielleicht auch so ein Stück weit Sicherheit und Flexibilität von beidem etwas.

00:42:51: Man zieht aber auch klare Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben.

00:42:55: Ist das so?

00:42:57: Wir bekommen auch einen Nicken wie beide.

00:42:58: gerade Das ist auch so.

00:43:01: die erste Generation, die jetzt komplett mit Smartphones, Social Media und permanentem Internet aufgewachsen ist.

00:43:09: Also durchgängig!

00:43:10: Die kennen das gar nicht anders... Wie nimmst du das wahr?

00:43:14: Was macht das mit dieser Generation, was macht das auch fürs Arbeitsleben?

00:43:18: Also ich nehme wahr dass die richtiger Weise, dass was unsere Generation teilweise dann auch manchmal nicht gut hinkriegt diese Diese Trennung, auch dieses sich abkoppeln wahrscheinlich von digitalen Kanälen oder die Notwendigkeit des Abkoppelns.

00:43:37: Das diese Generation das schon verinnerlicht hat und sieht.

00:43:42: Gleichzeitig nehme ich aber auch wahr dass das zu einem Abkopkeln oder so einer gewissen Trennung du hast ja gerade gesagt also dass da wie zwei Bereiche existieren nämlich das Geschäft das berufliche und das private wie bei uns alles miteinander vermischt sich, sondern das sehr strikt getrennt wird.

00:44:05: Das ist auch meine Erfahrung übrigens im Geschäft, dass wir vielfach Leute, die das sehr klar formulieren und sagen ne ich habe da gar keine Lust drauf abends Geschäftspartner zu treffen irgendwie zum Abendessen wenn ich die tagsüber schon am Telefon ertragen muss jetzt überspitzt

00:44:17: sein.

00:44:19: Aber ich frage mich ob das tatsächlich Ob das eine Pendelbewegung ist, bei der wir an der einen Seite angekommen sind und diese sehr strikte Trennung tatsächlich ob die in allen Bereichen sinnhaft ist für die Unternehmen Fragezeichen.

00:44:38: Für die Menschen an sich.

00:44:40: zweites Fragezeigen denn ich nehme schon wahr bei unserer Generation also bei uns hier beide dass wir einen großen Teil unserer Charakterbildung oder Persönlichkeitsbildung, so kann man es formulieren und aber auch der Selbstzufriedenheit aus den beruflichen Kontexten gezogen haben.

00:45:05: Ja?

00:45:06: Und ein Mensch ist ja immer sozusagen – jetzt wird sehr viel so – die Summe seiner Erfahrung und die Summen aller dieser Sachen und da funktioniert.

00:45:14: meines bescheidenen Erachtens funktioniert so eine klare Spundwandtrennung, funktioniert gar nicht!

00:45:20: oder die führt dann zu ganz komischen Aspekten vielleicht.

00:45:23: Frag ich mich, weiß ich nicht... wie siehst du das?

00:45:27: Also ich habe auch vieles aus meiner grundsätzlichen Zufriedenheit aus einem beruflichen Kontext gezogen.

00:45:33: Mein Leben lang natürlich aus privaten Entwicklungen.

00:45:36: und auch da den Kontext wenn man jetzt an Kinder denkt oder an Partner- oder die eigene Frau wo man sagt genießt man die Dinge.

00:45:45: das ist natürlich Themen die zur Friedenheit absolut fördern Aber auch das hat sich verändert.

00:45:52: Also man kann ja auch nicht, ich denke gerade so drüber nach... Auf der einen Seite kann man natürlich uns beide in diese Generationen Schublade stecken.

00:46:02: Keine Frage und da gibt es genügend Themen die dann passen.

00:46:05: Und trotzdem geht's mir dann oft so wenn ich grundsätzlich andere Menschen in einem gewissen Kontext erlebe Man könnte jetzt auf die Generation mit ihren, man kann sie auch Klischee nennen beziehen, aber ich adaptiere auch gerne mal die Themen und denke drüber nach.

00:46:24: Und überleg ja hast du eigentlich jetzt viele Jahre mal so gemacht.

00:46:29: der andere Blickwinkel den kennst du so noch nicht?

00:46:33: Aber das macht

00:46:33: total Sinn!

00:46:34: Dann ziehe ich wieder um die Kraft oder die Zufriedenheit vielleicht aus neuen Themen die viele Jahre für mich überhaupt gar keine Rolle gespielt haben.

00:46:45: Mach dir ein Beispiel.

00:46:48: Früher sehr, sehr schön war.

00:46:50: Wenn ich beruflich auch mal auf einer Weiterbildung war, habe dann Abschluss gemacht und mich beruflos weiterentwickelt oder eine andere Position gehabt.

00:46:58: Dann war das vielleicht ein großer Zufriedenheitsfaktor.

00:47:01: Mittlerweile ist es eine Riesenzufriedenheit wenn wir zum Beispiel im Urlaub an einer besonderen Stelle sind und genießen einfach nur diesen Moment, diesen Ausblick den Kaffee dabei oder essen was Nettes.

00:47:15: Das steigert die Zufriedenheit ungemein.

00:47:17: Das hat sich verändert

00:47:18: bei mir

00:47:19: und das sind ja auch Themen, die eine jüngere Generation heute vielleicht bewusster wahrnimmt als wir das in dem Alter getan

00:47:25: haben.

00:47:26: Jetzt hast du – da bin ich gerade hellgerich geworden – von so einer Adaptionsfähigkeit deinerseits gesprochen?

00:47:33: Nimmst Du diese Adaptionsfähigkeit aktuell bei den jüngsten Generationen, die nachkommen, die jetzt reinlaufen in das Beruf leben?

00:47:41: Nennst Du die so war wie bei Dir?

00:47:43: Es ist ne böse Frage!

00:47:45: Ich sage dir auch, warum.

00:47:49: Ich würde sie jetzt am liebsten direkt beantworten mit einem klaren Ja oder Nein aber das würde der Sache nicht gerecht.

00:47:55: nur grundsätzlich ist es glaube ich besteht diese Fähigkeit weniger.

00:48:02: den Eindruck habe ich

00:48:03: schon sehr diplomatisch geantwortet ja

00:48:04: weil wir bringen sie auf einen Punkt.

00:48:06: dass geht vor allem darum manchmal Erfahrungen von anderen Menschen nur auf die Generation beziehen oder Ansichten von anderen Menschen auch mal in einen guten Diskurs zu führen, sich damit richtig auseinanderzusetzen.

00:48:23: Auch vielleicht mal Themen ordentlich zu diskutieren.

00:48:26: Diese Fähigkeit ist zunehmend verflossen.

00:48:31: Das spürst du heute im Umgang vieler Menschen miteinander, das ist ein gesellschaftliches Problem.

00:48:36: Du spürest ganz einfach dass diese Bereitschaft sich gut über den Thema mal zu unterhalten, zu diskutieren verschiedene Positionen auch mal zu vertreten, dass das relativ schnell in einem Streit oder eine Ablehnung mündet

00:48:49: und

00:48:49: das ist schade!

00:48:55: Ja und ich bin gerade erschüttert weil ich feststelle dass... Ich nehme das genauso wahr wie du Schilders?

00:49:03: Das eine ist ja, dass wir das schon gesamtgesellschaftlich auf der politischen Ebene merken.

00:49:08: Wenn das jetzt aber so sein sollte, dass die jüngeren berufshädigen Generationen das auch noch mal stärker in sich tragen, frage ich mich gerade was macht es eigentlich mit uns gesamt- gesellschaftlich dann in zehn, zwanzig Jahren?

00:49:19: Also

00:49:20: vielleicht wäre es ne gute Idee... Wir weiten den Kreis mal aus und holen hier nochmal andere Generationen an den Tisch.

00:49:26: Also wenn ich da noch dabei sein darf, du bist ja Host hier.

00:49:28: Nicht ich.

00:49:29: In deinem Alter wärst du jetzt ganz vorsichtig!

00:49:33: Jetzt rächt sich die Klappe in die Hülle.

00:49:36: Genau.

00:49:39: Man kann ja die Themen des beruflichen Kontextes einer Gesellschaft fast nicht trennen von den politischen oder sonstigen einer Gesellschaft... Alles, was uns da hilft ist tatsächlich im Gespräch bleiben miteinander.

00:49:56: Also einfach so wie wir das tun hier miteinander reden und auch ein Stück weit Verständnis glaube ich für die verschiedenen Generationen aufbringen.

00:50:07: Ich erinnere mich immer daran mein Vater hat mal irgendwann vor Jahren zu mir gesagt Ja, ich kenne noch alle Telefone und waren auswendig.

00:50:12: Das war schon die Zeit als wir beide uns nicht mehr alle Handynummern merken konnten weil wir schon ein paar in unserem Handy drin hatten.

00:50:18: und heute ist ja nochmal ganz anders.

00:50:21: also da einfach dann.

00:50:24: Die jüngeren Generationen müssen für die Älteren das Verständnis aufbringen.

00:50:27: Ja klar, eure Welt war einfach eine grundlegend andere und gleichermaßen gilt es für die jüngere Generation auch.

00:50:34: Und natürlich muss man dann auch... Wir haben noch gar nicht über Corona heute gesprochen also was Corona mit jüngerem Generation gemacht hat.

00:50:41: Tom dabei

00:50:41: gleich, genau die Generation hat's nämlich erlebt?

00:50:44: Genau!

00:50:45: Und natürlich muß man denen auch zugestehen dass dort gesellschaftliche Fehler passiert sind Ja, Dinge nicht optimal gelaufen sind.

00:50:53: Dass Schüler eingesperrt wurden tatsächlich von der Schule ausgesperrt wurden etc... Ich will da gar nicht in der Diskussion jetzt abdriften, ob das richtig oder falsch war.

00:51:06: Wenn wir aber als Gesellschaft zu dem Punkt kommen und sagen okay, wir verstehen ihr musste dort eine Last tragen dann kann man das zumindest honorieren.

00:51:13: Und alleine dass man das formuliert ist ja schon ein Teil sozusagen der ich würde sagen Wiedergutmachung.

00:51:19: Aber

00:51:20: dass man eben diesen Generationen zugesteht, dass dies dann in der Stelle auch nicht einfach hatten.

00:51:25: Genau

00:51:25: und Corona hat das sehr deutlich gezeigt.

00:51:27: Da haben sich ja teilweise Fronten-, Familien so verhärtet dieses Impftema also wenn man vor Corona oder während des Ganzen anfingen.

00:51:38: also hätte ich nicht in der Haut eines Politiker stecken wollen weil diese Entscheidungen die damals zu treffen waren Die waren wirklich schwierig.

00:51:47: Und im Nachhinein kann jeder sagen, das war blöd und teilweise Wandsachfehlentscheidung.

00:51:51: keine Frage nur auch hier wieder was wurde daraus gemacht?

00:51:54: bis hin zu dass die eine Partei gesagt hat wer sich nicht impfen lässt mit dem red ich nicht mehr und umgekehrt auch.

00:52:02: Das heißt man hat Kräben gezogen aus einer persönlichen Überzeugung die vielleicht so hätten nichts sein müssen Und das haben wir in der Geschichte, der Gesellschaft ja schon relativ oft erlebt.

00:52:12: Alles auch hier was zu radikal war, war am Ende nie gut.

00:52:16: und dabei ist es Leben eigentlich so einfach.

00:52:18: Du könntest sagen mach das, was dich glücklich macht und füge keinem anderen Schaden zu.

00:52:23: Damit wenn du das da drauf runter reduzierst dann leben und leben lassen.

00:52:28: Dann hätte man auch in der Coronazeit Lösungen für gefunden.

00:52:31: Absolut!

00:52:32: Da hätte man keine Gräben ziehen müssen.

00:52:35: Man hat ja generell den Eindruck, dass solche Diskussionen ... und wir kommen ein bisschen weg vom eigentlichen Arbeitsleben.

00:52:41: Aber dass solche Diskussion dann immer verherrter Tag geführt werden.

00:52:44: Und da bin ich total bei dir, dass man da vielleicht einfach ein Stück weit auch mit Großzügigkeit oder nennst wie das Willes auf Menschen zugeht und sagt, wir gestehen euch das zu?

00:52:56: dass ihr diese Wahrnehmung habt, dass ihr die Erfahrung gemacht habt.

00:52:59: Genauso wie Eingangstipoma haben die Nachkriegsjahre Erfahrungen gemacht, dass sie grundsätzlich einen anderen Blick auf Verfügbarkeit von Lebensmitteln sparen schlechte Zeiten und so haben ist ja vollkommen nachvollziehbar.

00:53:13: das kann man den ja gar nicht vorwerfen.

00:53:16: Ja und da hat sich auch was verändert, nämlich zum einen dass man in den führenden Generationen durch Erfahrung zu gewissen Meinungen gekommen ist oder auch zu umfassenden Blickwinkeln.

00:53:27: In der heutigen Generation Z ist das nur noch ein Knopfdruck von ChatGPT wo man sagt ich kann viele Dinge mir auf knopfdrucks sofort ins Gedächtnis holen weiß auch manchmal was es richtig und was falsch wo wir früher durch Erfahrung

00:53:41: also

00:53:42: Typische Herdplatte, die ist heiß.

00:53:44: Ich weiß es erst wenn ich draufgegriffen habe.

00:53:46: Heute erfahre ich relativ schnell was ist ein heißem was nicht.

00:53:49: Blattes Beispiel.

00:53:50: aber ich muss heute nicht mehr über Erfahrung das Wissen vorhalten oder über viel lernen.

00:53:55: Ich kann das über ganz einfache digitale Themen und es ist selbstverständlich geworden mir ein richtig oder falsch auch über digitale Themen reinzuholen und nicht durch Erfahrungen.

00:54:06: Das macht auch viel aus auf der anderen Seite.

00:54:08: Das kann man wiederum lernen von der Generation Z. Die haben eine extrem hohe Landfähigkeit, sehr schnell.

00:54:17: Die geben auch ungeschön teilweise Feedback, finde ich ganz spannend aber gut weil es wird nicht mehr hinter dem Berg gehalten solange es respektvoll ist immer alles in Ordnung.

00:54:28: die haben noch gewisse Authentizität bringen sie ja auch mit.

00:54:32: und diese digitale Selbstverständlichkeit das ist klasse weil wenn man sich darauf einlässt lernt man jeden Tag auf da wieder die Dinge neu.

00:54:39: Dann, ich meine dann wir können ja noch ein Schritt weitergehen und dann gucken wir mal an was danach kommt.

00:54:43: Wenn wir uns die Generation Alpha angucken, die danach kommt?

00:54:46: Wir werden ja... Und das glaube ich auch etwas, was Unternehmen ihrerseits ähnlich wie Schulen und das gesamte Bildungssystem haben bei der Riesentransformationsaufgaben weil was tatsächlich stimmt ist dass ja eigentlich die prägende Eigenschaft nicht vorhanden sein von Wissen in dir ist, sondern eigentlich der Weg wie du dir dieses Wissen angeeignet hast.

00:55:09: Das ist ja eigentlich das was dich prägt.

00:55:11: also du kennst den Dreisatz aber dem mühsame Weg zum Dreisatzt das ist eigentlich dass was dich dann wirklich reifen lässt im Aufbau des Wissens.

00:55:20: Insofern ist die Verfügbarkeit von Wisse Da sind wir an einem ähnlichen Punkt wie gerade Verfügbarkeit von Filmen in früheren Videotheken, aber heute ist das Wissen überall verfügbar.

00:55:30: Wir müssen aber als Gesellschaft trotzdem weiter diesen Weg gehen und da haben Unternehmen glaube ich auch einen entscheidenden Anteil dran weil wir als Unternehmen bilden junge Menschen aus.

00:55:42: die kommen dann zwar aus der Schule sie haben schon einen gewissen Bildungsweg hinter sich Aber wir müssen denen trotzdem auch die Chance geben dass sie diese Erfahrungen, diese Bildungsreise So möchte ich es mal nennen, auch im Unternehmen dass sie die weiter machen können.

00:55:56: Das Treffen muss aber treffen auf... Also da müssen zwei Seiten aufeinander treffen.

00:56:00: Die Unternehmen müssen sich öffnen dahingehend das sie Bildungsreisen zulassen auch innerhalb des Unternehmens und die jungen Leute müssen auch zu lassen, dass sie diese Bildung aufnehmen oder diese Erfahrung die aus den Unternehmen schlummert.

00:56:15: Meine Erfahrung da ist häufig, dass das kollektive Gedächtnis zum Beispiel Unternehmen unheimlich leidet.

00:56:20: Weil ganz viele junge Leute reinkommen es gibt Transformationspreise die Alten Babywolle gehen in Rente etc.

00:56:26: und das kollekte Gedächnis im Unternehmen leidet total weil nicht dafür gesorgt wird dass Informationen zum Beispiel transferiert werden das auch nicht der Weg des der Informationsbeschaffung skizziert wird.

00:56:38: und der Klevet, hey wie sind wir zu dem Punkt gekommen?

00:56:40: Sondern ich frage ein Chatty.

00:56:41: Ich frag einen Co-Pilot usw.

00:56:44: Und dann ist das Ding da.

00:56:45: aber das ist ja nicht das was dich prägt.

00:56:47: also jetzt könnte man Bosoff sagen co-pilot bedienen kann jeder der unterwegs lesen und schreiben kann Aber die Interpretation der Ergebnisse und auch Das überprüfen.

00:56:56: ist es richtig was ich davor mir habe oder kann ich es für authentisch halten Oder muss ich wachsam sein weil da vielleicht irgendwas halluciniert hat?

00:57:03: Jetzt steigen wir tief ins thema KI ein.

00:57:06: Also, kann ich damit arbeiten?

00:57:07: Wird das funktionieren?

00:57:08: oder erzählt mir da der ja gerade Quatsch.

00:57:13: Das ist dann die Intelligenz, die zukünftig gebraucht wird von den Generationen.

00:57:17: Ja, ich bin dabei dir!

00:57:19: Ich würde trotzdem dir eine Frage in dem Zusammenhang gerne nochmal hochwerfen.

00:57:22: denn wenn du dann bisher drei Tage gebrauchten hast um eine Powerpoint-Präsentation zu erstellen Was aber künftig die KI in einer halben Stunde für dich macht, wenn du einen guten Promt reingibst?

00:57:39: Ja.

00:57:42: Dann brauche ich die Erfahrung nicht mehr!

00:57:44: Und jetzt kommt ein Boomer-Take.

00:57:46: Du wirst die Präsentation ganz anders halten Wenn du drei Tage daran gearbeitet hast.

00:57:50: Da hast du recht.

00:57:53: Das ist meine Vermutung oder meine Erfahrung

00:57:57: Kann ich nachvollziehen.

00:57:58: Aber anstatt der drei Tage, wo ich versuche die Grafiken von zwölf auf vierzehn Zentimeter hoch zu ziehen.

00:58:03: Weil es optisch schöner ist und am meisten noch einen schönen Rahmen drumherum... Also du hast ja von den drei Tagen mal mindestens eins, fünf rein für die Optik gebraucht.

00:58:11: Nicht für den Inhalte.

00:58:12: Genau!

00:58:12: Die Frage, die sich mir dann stellt, ist... Ist man irgendwann auch bereit Zeit gegen Geld zu tauschen?

00:58:18: Das ist das was ich vorhin kurz angedeutet habe.

00:58:20: Weil jetzt könnte man sicher angenommen... Ich bin jetzt Anfang Mitte zwanzig kommen Unternehmen rein Hab jetzt noch Powerpoint-Präsentation drei Tage gemacht, das nächste mal sage ich nicht.

00:58:30: Für was eigentlich?

00:58:31: Weil GPD macht es mindestens genauso gut!

00:58:34: Ich lese mich noch ein paar Stunden ein... Das Ding läuft!

00:58:38: Dann ergeben sich ja mehrere Fragen daraus.

00:58:41: Warum sollte ich jetzt noch bleiben bis siebzehn

00:58:43: Uhr?!

00:58:45: Wenn nicht, was mache ich denn stattdessen an Tätigkeiten?

00:58:50: Was sagt den Mann Chef eigentlich dazu?

00:58:52: Weil der Output ist der gleiche.

00:58:55: Also hätte ich gerne auch das gleiche Geld, obwohl ich vielleicht anstelle von drei Tagen nur noch einen Tag gearbeitet habe daran.

00:59:02: Ich will nur sagen diese Fragen werden wir beantworten müssen und es wird nicht trivial.

00:59:10: Jetzt hast du drei große Themenfelder gerade aufgerissen.

00:59:13: Lass uns mal bei der Präsentation bleiben!

00:59:16: Mein Plädoyer war grade gar nicht ein Plädoyo für dass du drei Tage operativ in eine Präszentation übeln muss natürlich das nochmal klarzustellen.

00:59:25: Ich glaube aber auch, dass die andere Seite sozusagen der Scala wenn du sagst hey Chatty macht mir das.

00:59:31: Zwanzig dreißig Präsentationsseiten innerhalb von zehn Minuten, der knallt mir alles zusammen.

00:59:36: Das ist auch nicht die Lösung weil wenn es um eine Präsendation geht, die du selber hält da bleibe ich bei.

00:59:41: Du musst nicht alle operativen Tätigkeiten machen und ich bin total bei dir.

00:59:45: Früher hat man immer gesagt, pro Präsentationsseite brauchst du roundabout zwanzig Minuten.

00:59:48: Wenn Du das dann zusammenrechnest landest Du eben bei sagen wir mal einer zwanzige seitigen Präsendation.

00:59:54: brauchst Du da deine deine vierhundert Minuten oder sowas.

00:59:59: Die wirst Du nicht mehr brauchen.

01:00:01: aber sich in der Tiefe damit zu beschäftigen ist aus meiner Sicht notwendig vor allen wenn Du werden.

01:00:09: ja jüngste Diskussion hohe oder hat ein Minister eine Rede von der KI schreiben lassen?

01:00:14: Ich war auf einer Konferenz, da wurde dann per Handzeichen gefragt wer das verwerflich findet, wer das nicht verwerfen findet.

01:00:20: Grundsätzlich ist erst mal nichts dagegen sich von KI vorbereiten zu lassen.

01:00:24: aber ich erwarte dass wenn ein Minister vor Menschen tritt in Fleisch und Blut sozusagen und er hält eine Rede, dass diese Rede aus ihm kommt

01:00:38: sozusagen

01:00:39: Wie er die vorbereitet hat, ist mir erstmal leidlich egal.

01:00:42: Aber wenn das dann am Ende nur noch ein KI-Drivat ist?

01:00:44: Was er wiedergibt... Dann ist es nicht gut!

01:00:47: Wenn wir uns darauf verständigen können, dann beantwortet sich nämlich die Frage was machen Menschen zukünftig noch mit der Powerpoint Präsentation oder der Rede etc.

01:00:55: Und dann kommst du unweigerlich zum zweiten Themenfeld.

01:00:58: ich weiß nicht ob das zweite oder dritte bei dir war.

01:00:59: jetzt aber was sagt denn eigentlich mein Chef wenn ich dann die Art der Produktivität an den Tag lege?

01:01:07: Das sind auch Transformationsprozesse.

01:01:09: Da müssen sich dann wieder die Alten in Anführungsstrichen dran gewöhnen, dass es eigentlich nicht um eine reine Anwesenheit geht oder wie viele Stunden hat er gebraucht, sondern es geht um einen produktiven Output.

01:01:19: Wenn also die Präsentation erstklassig ist und die Präsentation von der Person dann noch erst klassig gehalten wird, dann kann es dem Chef – und muss es ihm wahrscheinlich sogar egal sein – wenn er nicht vierhundert Minuten Vorbereitung braucht, sondern nur hundertundachtzig oder hundertfünfzig?

01:01:34: Das hat also was mit einem Blick auf Produktivität zu tun.

01:01:37: Und dann musst du natürlich auch bei Unternehmen auf Erlösmodelle gucken und schauen, wie viel Zeit hast Du für was?

01:01:43: Womit verdient man am Ende noch Geld?

01:01:45: Jetzt habe ich den dritten Themenbereich tatsächlich vergessen aber... Ich wollte nur einmal diesen Bogen

01:01:49: nicht sagen dass das so etwas mit dem Generationenthema zu tun hat, aber es könnte eine Andeutung sein!

01:01:54: Na ja zumindest merkst du da in welchem Spannungsfeld wir uns eigentlich bewegen?

01:02:01: Aber das passiert übrigens nicht erst seit KI, sondern das bringt ja die ganze Digitalisierung schon mit sich.

01:02:05: Ja dieser Prozess geht schon viele Jahre und das ist auch ein Dauerthema.

01:02:09: Die Produktivität wie steht die im Verhältnis zur geleisteten Arbeitszeit?

01:02:12: Genau.

01:02:13: Und dem Output dahinten dran ist.

01:02:15: Heute war es ja eher mal so.

01:02:16: das Thema was macht Generation aus und wie spiegelt sich das auch in den Unternehmen?

01:02:22: vielleicht mal wieder.

01:02:23: Dann lass uns die nächste Folge als Fortsetzung empfinden, wo wir alle Generationen repräsentieren und dann auch die Klischees auch mal gegeneinander laufen lassen.

01:02:34: Also natürlich im respektvollen Umgang aber trotzdem mal die Themen so herausarbeiten, auch etwas humorvoll, natürlich kein Bashing betreiben das ist klar!

01:02:43: Sehr schön.

01:02:43: ich freue mich drauf!

01:02:45: Lieber Bernd vielen Dank

01:02:46: für die tolle Folge

01:02:47: und bis bald!

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